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Fachkräftemangel bekämpfen – Arbeitsanreize verbessern

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Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft. Er betrifft nahezu alle Branchen, von der Industrie über das Gastgewerbe und Handwerk bis hin zu Pflege und Logistik. Weil Arbeitskräfte fehlen, kommt es bereits jetzt zu erheblichen Einschränkungen bei Produktion, Dienstleistungen und Innovationen.

Beispiele:

  • 43 Prozent der Betriebe können offene Stellen nicht besetzen.
  • Allein zur Umsetzung der Energiewende sind bis zum Jahr 2030 mehr als eine halbe Million Fachkräfte erforderlich. Das sind 350.000 Personen mehr, als aktuell in diesen Bereichen arbeiten.
  • Die Logistik leidet nach Angaben der Branche darunter, dass mehr als 120.000 Berufskraftfahrer fehlen: Lieferprobleme und steigende Kosten sind die Folge.
  • Vorhandene Arbeits- und Fachkräfte können häufig ihren eigentlichen Aufgaben nicht nachkommen, weil sie sich mit Bürokratie beschäftigen müssen.

DIHK-Vorschläge:

  • Bessere Berufsorientierung: Schulen und Ausbildungsstätten sollten verstärkt auf praktische Berufe mit hohem Bedarf vorbereiten.
  • Vorhandenen Kapazitäten besser nutzen: Durch Bürokratieabbau, digitale Verwaltungsverfahren sowie künstliche Intelligenz können schnell und günstig Potenziale erschlossen werden, die bereits vorhanden sind. 
  • Gut gesteuerte Arbeits- und Fachkräftezuwanderung: Mit Änderungen beim Fachkräfteeinwanderungsgesetz hat die Politik sinnvolle Regelungen auf den Weg gebracht. Die administrative Umsetzung ist jedoch häufig zu sperrig und langwierig. Das Zuwanderungsverfahren muss schneller, transparenter und einfacher werden. 
  • Weiterbildung ausbauen: Beschäftigte müssen für neue technologische und berufliche Anforderungen qualifiziert werden. 
  • Anreize für längere Arbeitszeiten stärken: Betreuungsangebote ausbauen, um insbesondere Mütter aus der Teilzeit-Beschäftigung zu holen.

Warum es wichtig ist: 

Ohne qualifizierte Fachkräfte drohen Deutschland Wachstumsverluste, Innovationsstau und Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen Ländern.