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Anschluss an internationale Innovationsmärkte halten

Gemeinsam mit Europa muss Deutschland als Exportnation an die internationalen Innovationsmärkte angeschlossen bleiben, um ihre eigene Innovationskraft nachhaltig zu stärken und zukunftsweisende Technologietrends bedienen zu können. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist eine internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Technologieführern auf Augenhöhe. Maxime muss sein, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu stärken.

Projektbezogene Kooperationen mit weltweiten Innovationsführern sind von strategischer Bedeutung, um Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit als Exportnation zu stärken. Dabei ist es entscheidend, internationale Forschungskooperationen zu ermöglichen, ohne dabei eigene Interessen und öffentliche Investitionen zu gefährden. Die hohe Komplexität der Forschungs- und Innovationssicherheit macht einen offenen Austausch aller betroffener Stakeholder essenziell zur Ermittlung optimaler Lösungen. Dafür sind entsprechende Rahmenbedingungen notwendig. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sollte im Sinne einer "shared responsibilty" ein robustes, missionsspezifisches Risiko- und Chancenmanagement von internationalen Forschungskooperationen entwickelt und umgesetzt werden. Dies umfasst auch Aus- und Weiterbildungsangebote für mehr Handlungssicherheit von Wirtschaft und Wissenschaft in den Aspekten der Forschungs- und Wirtschaftssicherheit.

Ob Informationsplattformen, eine zentrale Anlaufstelle oder ähnliches: Es werden unterstützende Strukturen benötigt, die allgemeine Hilfestellung etwa bei der Durchführung von Due-Diligence-Prüfungen und bei der verantwortungsvollen Risiko-Nutzen-Abwägung bieten. Das würde auch helfen, problematische Zusammenhänge zu erkennen. Individuelle Risikoanalysen könnten zudem mithilfe konkreter Bedrohungsanalysen durch die Sicherheits- und Nachrichtendienste zusätzlich geschärft und auf tagesaktuelle Gegebenheiten angepasst werden.

Gleichzeitig kann ein "level-playing field" mit technologisch führenden Weltregionen nur im Schulterschluss auf EU-Ebene erreicht werden. Daher sollte auf Bundesebene die Zusammenarbeit mit der EU-Kommission und anderen EU-Mitgliedsstaaten zu Fragen internationaler Kooperation und Forschungssicherheit, wie sie im Kontext des Europäischen Forschungsraumes (EFR/ERA) bereits stattfindet, weiter vertieft werden.