Die aktuellen Vorschriften für den Austausch von Geodaten sind aus Sicht der EU-Kommission zu starr und nicht mit neuen EU-Datenregelungen abgestimmt. Zudem fehlen viele relevante Umweltdaten, etwa zu Umweltverschmutzung oder Ökosystemveränderungen, sodass ihre Nutzung in der Umweltpolitik eingeschränkt ist. Ein weiteres Problem ist der Fokus auf Datenanbieter statt auf die tatsächlichen Nutzer, wodurch nicht ausreichend berücksichtigt wird, wie und wofür die Daten verwendet werden.
GreenData4All soll dazu beitragen, die grüne und digitale Transformation Europas voranzutreiben, indem die Regeln für geografische Umweltdaten und den öffentlichen Zugang zu Umweltinformationen modernisiert werden. Ziel ist es, den Datenaustausch zwischen öffentlichen und privaten Akteuren sowie mit der Allgemeinheit zu erleichtern. Dadurch sollen die vollen Vorteile der Datennutzung ausgeschöpft werden, um datenbasierte Innovationen zu fördern und fundierte, evidenzbasierte Entscheidungen zu ermöglichen.
Die Kommission beabsichtigt zudem, die INSPIRE-Richtlinie zu ändern, mit dem Ziel, die bestehenden Berichtspflichten für Unternehmen zu halbieren.
In dieser Phase der Überlegungen erwägt die Kommission verschiedene politische Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele. Um die besten Lösungen zu finden, hat sie eine öffentlichen Konsultation bis 25. März gestartet.