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Neustart nach der Bundestagswahl ist eine Chance

Peter Adrian zu den Ergebnissen vom 23. Februar
Stilisierte Wahlurne

Deutschland hat gewählt. Nun erwarten die Betriebe einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik

© PM Images / DigitalVision / Getty Images

Rund 83 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland haben bei der Bundestagswahl am 23. Februar ihre Stimme abgegeben – eine historisch hohe Beteiligung. Peter Adrian, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), sieht die Stunde gekommen, bisherige Blockaden aufzulösen und einen gemeinsamen Weg aus der Wirtschaftskrise zu finden.

DIHK-Präsident Peter Adrian

Peter Adrian

© DIHK / Werner Schuering

"Die hohe Wahlbeteiligung zeigt, dass nicht nur die Wirtschaft die enorme Bedeutung der anstehenden Entscheidungen spürt", kommentiert Adrian die Ergebnisse des Wahlsonntags. 

"Viele Rückmeldungen aus kleinen, mittleren und großen Unternehmen machen deutlich: Insbesondere auf dem Feld der Wirtschaftspolitik sind jetzt dringend wichtige Weichenstellungen erforderlich. Dieser Kurswechsel ist überfällig." 

Blockaden auflösen und Reformen einleiten

Der Neustart nach der Bundestagswahl sei "eine Chance, bisherige Blockaden aufzulösen und einen gemeinsamen Weg aus der Wirtschaftskrise zu finden", so Adrian. "Das wäre aus meiner Sicht auch eine angemessene Antwort auf das Wahlergebnis, das die sehr große Verunsicherung in unserem Land spiegelt."

Angesichts der fortdauernden Rezession dränge die Zeit, stellt der DIHK-Präsident klar. "Die Wirtschaft setzt auf eine möglichst zügige Regierungsbildung. Die Unternehmen in Deutschland erwarten einen Reformkurs für mehr Investitionen und bessere Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit."

Schnelle Klarheit und damit Vertrauen schaffen 

Angesichts der globalen Herausforderungen brauchen deutschen Unternehmen nach Adrians Worten "eine handlungsfähige Bundesregierung, die sich entschlossen auf europäischer und internationaler Ebene engagiert. Deshalb hoffen die Betriebe auf schnelle Klarheit." 

Unternehmen könnten nur dann wieder Vertrauen in den Standort gewinnen, wenn Wachstum ganz oben auf der Agenda der neuen Bundesregierung stehe, mahnt der DIHK-Präsident. "Konkret müssen in den Unternehmen spürbare Entlastungen bei Bürokratie und Abgaben ankommen – statt wie zuletzt immer neue Berichtspflichten, Auflagen und Einschränkungen. Wenn die künftige Regierung schnell und klar diesen Kurswechsel einleitet, werden wir auch wirtschaftlich wieder erfolgreicher sein."

Kontakt

Ohlig, Dominik_WEB
Dominik Ohlig Pressesprecher – Chef vom Dienst