Pfadnavigation

Japan: Stabiler Partner in Zeiten geopolitischer Umbrüche

AHK und KPMG veröffentlichen aktuelle Geschäftsklima-Umfrage
Tokio am Fuße des Fuji

Am Fuße des "heiligen Berges" Fuji machen deutsche Unternehmen gute Geschäfte

© Asia-Pacific Images Studie / Getty Images Plus

Die in Japan aktiven deutschen Unternehmen schätzen den Inselstaat als stabilen und zugleich profitablen Markt. Das zeigt die neue Geschäftsklima-Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Deutschland.

Die befragten Japan-Töchter deutscher Konzerne stellen ihrem Gastland ein exzellentes Zeugnis aus: Als Pluspunkte nennen 95 Prozent die wirtschaftliche Stabilität des Landes, 93 Prozent die verlässlichen Geschäftsbeziehungen, 87 Prozent die soziale und 80 Prozent die politische Stabilität. Die qualifizierten Fachkräfte bewerten 90 Prozent der Betriebe als besonders positiv, 87 Prozent loben die hochentwickelte Infrastruktur und 76 Prozent die Offenheit für Technologie und Innovation.

Solide Gewinne und gute Perspektiven

Nicht zuletzt ist Japan aber auch ein lukrativer Markt: Trotz weltwirtschaftlicher Turbulenzen erwirtschafteten 82 Prozent der vor Ort aktiven deutschen Unternehmen 2024 einen Gewinn, 23 Prozent erzielten Vorsteuermargen von über 10 Prozent. Für 2025 rechnen 73 Prozent der Befragten mit steigenden Umsätzen, 80 Prozent erwarten dies für 2026. Gleichzeitig gehen 61 Prozent der Unternehmen für das laufende und 70 Prozent für das kommende Jahr von wachsenden Margen aus.

Entsprechend planen 31 Prozent für 2025 und 46 Prozent für 2026 höhere Investitionen; 52 Prozent der Betriebe wollen 2025 zusätzliche Mitarbeiter einstellen, 59 Prozent beabsichtigen dies für 2026. 

Partner im globalen Wettbewerb

Zu den wichtigsten Gründen für ihr Japan-Engagement zählen die Unternehmen das hohe Absatzpotenzial vor Ort (86 Prozent, Vorjahr: 81 Prozent), gefolgt von der Teilhabe an den globalen Geschäftsnetzwerken japanischer Konzerne (61 Prozent nach 47 Prozent). Dazu passt, dass ebenfalls 61 Prozent der Befragten eine gestiegene Offenheit japanischer Unternehmen für Kooperationen mit ausländischen Partnern feststellen. 

Doch der Markt hält für deutsche Unternehmen auch Herausforderungen bereit, allen voran der Fachkräftemangel, den 82 Prozent als Hürde nennen. 77 Prozent der Betriebe hadern zudem mit Währungsrisiken, die vor allem auf den schwachen Yen und die hohe Staatsverschuldung Japans zurückgehen.

Mehr Details, unter anderem zum vergleichsweise entspannten Blick der deutschen Unternehmen in Japan auf die US-Administration, und den gesamten Bericht zum Download gibt es auf der Website der AHK Japan.

Kontakt

Porträtbild Thomas König, Referatsleiter Ostasien
Thomas König Referatsleiter China | Asien Pazifik-Ausschuss der deutschen Wirtschaft (APA)

Kontakt

Porträtbild Julia Fellinger, Pressesprecherin
Julia Fellinger Pressesprecherin